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Die Legende des Heiligen Sebastian
Schutzpatron der Schützenbruderschaft Roisdorf
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Sebastianus
wurde um die Mitte des 3. Jahrhunderts in der heute französischen Stadt
Narbonne als Sohn eines römischen Beamten geboren. Seine Kindheit und seine
Jugend verbrachte er aber in Mailand, woher auch seine Familie stammte. Von
dort ging er um das Jahr 270 nach Rom und wurde, obwohl Christ, Mitglied der
Prätorianergarde, einer der vornehmsten Truppen im römischen Heer. In der
Regentzeit der Kaiser Diokletian und Maximian erklomm er aufgrund der
Wertschätzung, die ihm beide Herrscher entgegenbrachten, und die ihn in
deren engere Umgebung brachte, schnell die Stufen der militärischen
Hierarchie. Er wurde Befehlshaber der 1. Kohorte der Prätorianer im Range
eines Tribunen. In dieser Eigenschaft hatte Sebastianus freien Zugang zu den
Gefangenen. So konnte er während der Christenverfolgung die eingekerkerten
Christen trösten, ermutigen und vor dem Glaubensabfall angesichts der Folter
bewahren. Durch Zuspruch konnte er viele Christen davon abhalten, ihren
Glauben zu verleugnen.Die Christenverfolgung wurde immer heftiger und griff
auch auf das Heer über. Zu den hingerichteten Soldaten gehörten auch
Severus, Severianus und Victorinus. Sie wurden mit glühenden Kronen
gemartert und hießen seitdem im Volksmund „Die heiligen Vier Gekrönten“. Sie
wurden von Sebastianus und dem Diakon Melchiades, der 311 Bischof von Rom
wurde und 314 starb, an der Via Labicana begraben.
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Schließlich
wurde auch Sebastianus als Christ denunziert und vor das kaiserliche Gericht
gestellt. Während der Verhandlung machte ihm Kaiser Maximian heftige
Vorwürfe und sagte unter anderem: „Ich habe Dich immer zu den
Ausgezeichneten und Besten an meinem Hofe gezählt, doch Du warst im Geheimen
gegen mein Heil und hast die Götter beleidigt.“ In seiner Antwort betonte
Sebastianus, dass er seine Wertschätzung für den Kaiser und Rom nirgendwo
besser Ausdruck verleihen könne, als in der christlichen Religion. Er
erbitte vom allein wahren Gott stets den Schutz für Kaiser und Vaterland.
Die Folge dieses Bekenntnisses war das Todesurteil. Sebastianus wurde auf
dem freien Feld des Palatin an einen Pfahl gebunden und von den
Bogenschützen exekutiert.
Da man den von Pfeilen Durchbohrten für
tot hielt, ließ man ihn liegen. Als aber in der Nacht Christen kamen, um ihn
zu bestatten, nahmen sie nach Lebenszeichen wahr. Die Witwe Irene nahm den
Schwerverletzten in ihr Haus auf und pflegte ihn gesund.
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Nach seiner Genesung
schlug Sebastianus die Ratschläge seiner Freunde aus, sich außerhalb Roms in
Sicherheit zu bringen. Statt dessen begab er sich an einem 20. Januar zum
Sonnentempel des Eglabal (römischer Kaiser v. 218 - 222) und erwartete dort den
Imperator. Nach einem Moment des Erschreckens fragte Kaiser Maximian ihn: „Bist
Du derselbe Sebastianus, den ich mit Pfeilen zu töten befahl?“ Sebastianus
antwortete: „Ja, der bin ich. Der Herr Jesus Christus hat mir das Leben
wiedergeschenkt, um vor allem Volk kundzutun, wie schändlich deine Verfolgung
der Diener des Herrn ist. Wisset, dass die christlichen Soldaten nicht aufhören,
für das Heil Roms zu beten. Deshalb ist deren Verfolgung ungerecht.“
Der erzürnte Kaiser ließ daraufhin Sebastianus in die nahegelegene
Pferderennbahn bringen und ihn zu Tode prügeln. Den Leichnam warf man in die
angrenzende Cloaca Maxima, einem Entwässerungskanal im antiken Rom, der in Höhe
der heutigen Ponte Palatino in den Tiber mündet. Die römische Matrone Lucina und
ihre Freunde bargen jedoch den Leichnam aus dem Kanal. Nach einer im Traum
empfangenen Weisung des Heiligen bestatteten sie den Leichnam an der Via Appia
in der Nahe der Grabstätte von Petrus und Paulus.


Die Sebastianusfigur wurde uns von
den Schützenschwestern gestiftet.

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